| Rassebeschreibung |
| Zur Geschichte der Chartreux (Kartäuser) Die Katze, die nicht aus dem Kloster kommt! Die Chartreux ist die älteste Edelkatze Europas.und wurde wahrscheinlich im frühen Mittelalter auf den Handelswegen über Syrien,Zypern,Malta nach Frankreich gebracht. Sie hat sich über 500 Jahre in freier Wildbahn vermehrt und rein erhalten.Trotzdem sie sich auch mit den Hauskatzen vermischte, ging sie selbst als Rasse nicht unter. Ihre Gene waren so stark, dass sie sich behaupten konnte. Das älteste Textdokument, das die Verbreitung blauer Katzen in Frankreich belegt, sind die 1558 verfaßten "Verse über den Tod einer kleinen Katze" des in Rom lebenden Franzosen Joachim du Bellay. Die Bezeichnung "Chartreux/Kartäuser" ist seit über 200 Jahren gebräuchlich.Belegt durch das allgemeinen Handelslexikon von 1723 sowie der "Histoire naturelle" von 1756. Für den Namen gibt es 2 Theorien: 1. Es gab zur Zeit in Frankreich eine spanische graue "Kartäuserwolle", die dem Fell der blauen Katzen sehr ähnlich war. 2. oder von einem Pariser Kartäuserkloster, in dessen Nähe eine größere Gruppe dieser Katzen lebte. Leider hatten die damaligen blauen Stadtkatzen ein trauriges Schicksal,sie wurden wie Kaninchen gehalten und verwertet,hauptsächlich auch wegen der einmaligen Fellqualität. Aber gottseidank hat man diese Rasse damit nicht auslöschen können. Erst in den 20er Jahren begannen die französischen Schwestern Lèger in der Bretagne die planmäßige Zucht mit ausgewählten Katzen. Leider war nach dem 2.Weltkrieg das Potenzial an Zuchttieren sehr erschöpft.und es bestand die Gefahr der Inzucht. Man suchte nach anderen Möglichkeiten zur "Blutauffrischung".Nach mehreren Versuchen kam man auf die Idee, die blaue Britisch-Kurzhaarkatze (sie war damals längst nicht so kompakt wie heute)einzukreuzen, denn sie sah der Chartreux sehr ähnlich. Beide Rassen vermischten sich so, dass die FiFe 1970 beschloß, einen gemeinsamen Standart festzulegen. Es gab nur noch die "Kartäuser" und so wurden sie auch gerichtet. Die Auswirkungen der Mendelschen Gesetze bewirkten aber, dass aus den Verpaarungen der neuen Hybriden 3 Varianten hervorgingen, nämlich die typipische Britin, Hybriden mit beiden Merkmalen, sowie die typische Chartreux. Damit begann die Rettung der Rasse Chartreux, denn der Mensch hat sie nicht zerstören können. Französische Züchter protestierten bei der FiFe gegen die Auslöschung dieser Rasse. Der Jurist Jeann Simonnet präsentierte in einer wissenschaftlich fundierten Untersuchung die Chartreux als alte erhaltungswürdige Rasse. Die FiFe war von dem eindrucksvollen Plädoyer so überzeugt, dass die Chartreux 1977 als gesonderte Rasse mit eigenem Standart wieder anerkannt wurde. In Deutschland wurde erstmals 1991 eine Zuchtkatze als Chartreux in das Zuchtbuch eingetragen. zum Fotovergleich Chartreux - Britisch Kurzhaar Blau bitte hier anklicken! Körperbau der Chartreux Ihr Aussehen gleicht in Figur und Größe der einer Hauskatze. Jedoch unterscheiden sie sich sehr in ihrem äußeren Erscheinungsbild: Die Kater erreichen ein Gewicht von 6-7 kg, sie haben einen markanten Kopf und schöne Backen die wie eine Kapuze um den Hals wirken. Der Kopf von vorne gesehen hat eine leichte Trapezform Der Körper ist mittelgroß mit einem leicht wolligem kurzen blauen Fell.,Die Augen sind nicht ganz rund und in der Farbe goldgelb bis orange. Kätzinnen wirken zierlicher und wiegen nur etwa 4kg Beschreiben kann man sie beide als samtpfotiges Mannequin und Puma, denn sie zeichnen sich durch Anmut und Eleganz aus. Besonders die leicht schräg gestellten Augen bewirken, dass uns die Katze mit einer aufgeweckt-vorwitzigen Mimik anspricht. Gerade dieser Blick ist es, der die Chartreux so anders aussehen lässt, als die Briten . Charakter der Chartreux Sie ist vom Wesen sehr stark und gegenüber ihren 2-beinigen "Mibewohnern" überaus anhänglich. Auch hat sie mit fremden Personen, die in „ihr Heim“ kommen keinerlei Berührungsängste. Gerne lässt sie sich streicheln und liebkosen. Auf den Arm genommen zu werden, liebt sie meistens nur im „Kindesalter“, später meist nicht mehr. Sie zeigt damit deutlich ihre Unabhängigkeit, man könnte es auch als ein gewisses „adliges Flair“ bezeichnen. Gerne „spricht“ sie mit ihrem Menschen, zwar sehr leise und diskret(nicht mit der Stimmlage einer Siam-Katze) aber bestimmend ! Die Chartreux-Katze/Kater ist sehr intelligent, Sie möchte daher ständig gefordert werden. Türklinken zu öffnen sind eine ihrer leichtesten „Übungen“, weil sie geschlossene Türen absolut nicht mag !! Obwohl sie gerne mehrere Stunden alleine sein kann, (ca.4-6 Std., wo sie meist schläft) braucht sie unbedingt ihren sozialen Kontakt - am liebsten natürlich mit einem 4-beinigem Freund! Sie mag auch Kinder, die allerdings etwas älter, ruhig und ausgeglichen sein sollten. Der Chartreux-Katze sagt man auch eine gewisse „Reisefreudigkeit“ nach. Mit einer fremden Umgebung hat sie im Beisein ihres Menschen keine Probleme. Auch liebt sie ausgiebige Spaziergänge an der Leine. Dabei will SIE aber den Weg bestimmen ! Eine Chartreux-Katze ist also nicht unbedingt eine „Schoßkatze“, aber gerade das macht sie so unwiderstehlich und einmalig ! |
| Wo die Chartreux /Kartäuser am liebsten wohnt Sicher nicht bei einer lärmenden chaotischen Familie und wo viel Party gefeiert wird. Sie mag es doch lieber ruhig und gemütlich. Eine Chartreux schätzt eher einen gepflegten Haushalt und legt großen Wert auf einen geregelten Tagesablauf. Das heißt auch, nicht heute um 6.00Uhr, morgen um 8.00Uhr und übermorgen vielleicht erst um 9.00 Uhr ihr "Frühstück" haben ! Sie mag auch absolut keine schreienden und laut lärmenden Stimmen,(besonders von Kleinkindern) Dagegen kommt sie aber mit etwas reiferen (über 6 Jahre) ruhigen und verständigen Kindern sehr gut klar. Angenehm findet die Chartreux ebenfalls das Leben mit älteren ruhigen Menschen Mit Sicherheit liebt sie auch Ausflüge in einem abgesicherten Garten, hält sich auch gerne in kleinen Büros oder Läden auf. Die Chartreux ist für ihre Intelligenz sehr bekannt. Daher liebt sie allerlei Unterhaltendes und Anregendes Hauptsache, man bietet ihr genügend Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten. Absolut ungeeignet ist für eine Chartreux ein Leben mit einem Single in einer 1-Raum-Wohnung!!! Sie benötigt zwar keinen "Palast", jedoch das wäre eine absolute nicht gerechte Haltung. Eine Chartreux lebt gerne auch mit anderen Katzen zusammen. Es sollte dabei möglichst Temperament und Alter harmonieren. Eine Chartreux braucht nicht unbedingt eine andere Rassekatze als Gefährte, einfacher „Landadel“ ist ihr auch genehm. Wenn man jedoch den kleinsten Zweifel hat, dass ein Zuwachs auch willkommen ist und sich beide verstehen, dann lasse man es lieber sein! Berücksichtigen sollte man auch grundsätzlich, die rassespezifischen Unterschiede bezüglich ihres Temperamentes. Eine Perserkatze und Chartreux wäre da eher unglücklich gewählt. Bewährt hat sich, von Anfang an, „Geschwister“ aus einem Wurf zusammen zu lassen. Aus Erfahrung lässt sich auch ein Jungtier in eine bestehende Gruppe integrieren, d. h. wo schon 2 Kater/Katzen leben, integriert sich eine Kartäuser leicht, findet meistens einen Verbündeten ! Ein ideales Verhältnis können z.B. 2 Kater mit einer kleinen "Schwester" bilden ! Siehe dazu auch Mein Weblog "Kinder im neuen Zuhause" Mit katzenverträglichen Hunden schließt eine Chartreux auch gerne Freundschaft. Die hält dann auch meist ein Leben lang – nicht nur, weil dieser Katzenrasse hundeähnliche Eigenschaften nachgesagt werden.In diesem Falle sollte der Hund (möglichst jung) zuerst in der Familie sein. Siehe dazu auch Mein Weblog "Kinder im neuen Zuhause" Wohnung-oder Freigang? Ob nun eine Chartreux in der Wohnung glücklich ist, oder eher Freilauf braucht. lässt sich nicht so einfach beantworten. Zu „Stubentigern haben wir die Katzen erzogen und die Kleinen lernen bei uns nur die Wohnung kennen. Sie kennen also kein „Draußen“ und werden es auch in ihrem neuen Zuhause nicht vermissen. Idealerweise wäre aber ein –gesicherter- Balkon. Frische Luft schnappen, vorbeifliegende Vögel beobachten, ist das Größte !.Wenn man aber einer Chartreux Auslauf in einem Garten einräumt, sollte man bedenken, , daß sie mit Sicherheit nicht vor einem Gartentor halt macht, oder brav auf der Terrasse sitzen bleibt !. Auch wenn er gesichert ist, wird sie sicher jedes Loch im Zaun finden.Sie will dann ihren Auslauf in vollen Zügen genießen ! Im Wesentlichen hängt es von der Wohnlage und dem Wohlwollen der Nachbarn ab, ob man seine Katze ins Freie lassen kann, oder nicht. Eine Variante wäre, der Auslauf an der Leine. Damit hat sie meistens keine Probleme, wird sie doch nicht umsonst auch liebevoll „Hundskatze“ von den Franzosen genannt. |